



Verifiziert Traumpfade: Die Chroniken der Grenzlande 2 | 4,0 von 5 Sternen Eine fantasievolle Reise durch die Träume Mit Traumpfade gehen die Chroniken der Grenzlande weiter und nachdem Rose und Neil aus ihrer Haft entlassen sind, spielt sich dieses Mal der größte Teil der Geschichte in den Traumlanden ab. Es ist unbedingt zu empfehlen, den ersten Teil vorher zu lesen, denn sonst weiß man gar nicht, worum es geht 😉 Handlung Wie sich bereits im ersten Band abgezeichnet hat, steht der zweite Band voll im Zeichen der Suche nach den Leuten von der Liste. Das erste Kapitel war im ersten Moment verwirrend fehl am Platz, aber schnell ließ es sich einordnen – und dann kamen die ersten Schläfer dazu, deren Überredung, ihnen zu folgen, manchmal ein wenig Geschick erforderte - sowohl zur Überzeugung der Schläfer als auch derer, die sie "gefangen" hielten. Die Gruppe reist herum, stets begleitet von den passenden Musiktiteln, Schwierigkeiten lassen sich aber relativ schnell überwinden. Das Finale fordert zwar seinen Preis, aber es zeichnet sich schon ab, dass es weitergehen wird – denn der Kampf gegen den Schatten? Der steht noch aus. Gestaltung Cover/Reihe Wie bei Band 1 folgen die Traumpfade wieder den gleichen Farben (Schwarz/Violett), was einen hohen Wiedererkennungswert zur Folge hat. Figuren Hier gibt es meiner Meinung nach das größte Steigerungspotenzial für das Finale. Schon relativ bald, nachdem sich die ersten Schläfer zu der Gruppe gesellten, kam es mir mehr und mehr wie die Anfangsphase eines Computerspiels vor, bei dem man die potenziellen Mitstreiter einsammelt, um sich dann später für eine Handvoll zu entscheiden. Auch haben die Charaktere mich sehr an Rollenspielcharaktere erinnert. Nerk - der Nerd (= Zauberer), der tumbe Krieger (wobei das bei Mads noch andere Ursachen haben könnte ;)) … und es kann natürlich auch Absicht sein, denn Rollenspiele sind ja ähnlich wie Träume (nur im wachen Zustand). Musste bisweilen sehr an den Film Knights of Badassdom (mit Steve Zahn, Summer Glau und Peter Dinklage) denken, in dem die Charaktere ebenfalls in Rollenspielcharaktere schlüpfen und … na ja, Dämonen bekämpfen müssen 😉 Durch die Vielzahl an Charakteren sind nicht nur die liebgewonnenen Charaktere aus dem ersten Teil ziemlich ins Hintertreffen geraten (wenn sie nicht sogar auf andere Missionen geschickt worden sind oder in den URLAUB ;)), sondern es fiel auch immer mehr Charakterisierung weg. Das macht es mir als Leser:in schwer, mitzfiebern oder gar zu leiden (gut, das tue ich sowieso relativ wenig :D), weshalb es hier schön wäre, wenn man in Teil 3 wieder mehr Zwischenmenschlichkeiten statt Nacherzählungen lesen könnte. Alles in allem hat mich die Geschichte aber gut unterhalten. Es ist definitiv eine Leseempfehlung für alle, die nach Fantasy fernab des Mainstreams suchen und bei Musik genau hinhören, statt einfach nur zu konsumieren.