Johannes Freitag

Ich bin ein Nordlicht und irgendwann vor drei Jahren an einem regnerischen und ungemütlichen Maiabend packte mich die Unruhe und ich machte einen Spaziergang. Da muss es passiert sein, aus den Schatten der Hansestadt blies mir der Wind diese Idee in den Kopf. Und ich wurde sie nicht mehr los. Immer mehr manifestierte sie sich. Also fing ich an sie aufzuschreiben.

Diese hier war anders, stellte ich fest, sie wurde immer mehr und wand sich zwischen meinen Fingern, während ich sie schrieb. Von der ursprünglichen Idee sind nur ein paar Namen geblieben. In den Schatten lauerte anscheinend ein anderer Plan für mich. Wie der aussieht und was daraus wird, könnt ihr hier verfolgen

Rose hatte seit zwanzig Jahren nicht mehr geträumt. Jetzt träumte sie wieder, jede Nacht. Traumhaft schön. Von einer Blumenwiese. Beinahe kitschig bunt. Bis der gellende Hilferuf sie hochschrecken lässt. Jede Nacht.
Hinter der Mauer des Schlafs liegt eine fantastische Parallel-Welt: ein Reich der Fantasie und der Freude. Der Dunkelheit, der Angst, der Schatten. Hier sind Träume wahr. Gut für Rose. Aber Alpträume sind auch mehr als verblassende Schatten. Davon ahnt Rose nichts – von den Traumlanden.

Tom, ein sympathischer und geheimnisvoller Fremder. Schattenschwinge, ein mürrischer, sprechender Rabe.
Rose, die schöne, mächtige Magierin, aber voller Selbstzweifel.
Und Roses Katze, auf
jeden Fall göttlich. Alles, was ein B-Movie braucht.
Nur war es kein Film, es war ein Traum. Und doch war er so real wie das klaffende Loch in Neils Herz. Es gab eine Welt hinter der Mauer des Schlafs. Die Traumlande.

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